AKTUELL // Current

 

Stand 21. Mai 2020

Der Termin der Disputation steht – endlich! – fest. In der ersten Junihälfte werde ich meine Doktorarbeit verteidigen. Aufgrund der Pandemie findet die Zusammenkunft online statt. Meine Thesen sind formuliert und ich hoffe, ein bestmögliches Ergebnis zu erzielen. Dass eine, zudem in Fachkreisen anerkannte Kunsthistorikerin die Promotionsschrift abgelehnt hat, kann durchaus als interessant definiert werden und ex negativo als Anerkennung. Da die Ablehnung eine Position verrät bzw. vermuten lässt, der ich explizit und vehement die zeitgenössische und aus meiner Sicht relevante(re) Aktualisierung entgegensetze. 

 

Stand 27. Februar 2020 // current state 

Nach neun Monaten bangen Wartens liegt nun auch das Drittgutachten vor und es ist positiv ausgefallen. Die Disputation findet, so hoffe ich, im April 2020 statt. Mit Prof. Dr. Frohne (Universität Münster) als Drittgutachterin hat eine Koryphäe zur zeitgenössischen elektronisch/technischen Kunst meine Promotion bewertet. Das allein setzt die Ablehnung durch das zweite Gutachten in ein anderes Licht und wird die Disputation spannend machen. // After nine (!) months the third examination evaluates my doctoral thesis as good enough for the disputation. The Third Examinor is Prof. Dr. Ursula Frohne from the University of Münster, a great authority of contemporary technological/electronic arts. It relativizes the negative evaluation of the second examiner and the disputation would be exciting. 

 

Stand Ende Mai 2019 // state end of may 2019

Nach Überarbeitung der Dissertation, d.h., 450 Seiten in eine lesefreundliche Form bringen, bereite ich mich aktuell auf die Verteidigung meiner Doktorarbeit am kunstgeschichtlichen Institut der Goethe-Universität zu Frankfurt am Main vor. Die wissen-schaftliche Auseinandersetzung mit dem fotografischen Bild in multimedialen Werkkontexten US-amerikanischer Kunst sowie im Zusammenhang komplexer künstlerischer Strategien in und nach der Postmoderne stellt eine Vertiefung und auch einen Ab-schluss mit einem Teil/Abschnitt meiner künstlerischen Produktion dar. // Currently, and after the revision of 450 pages into a reader-friendly version, I prepare the disputation of my doctoral thesis at the institute of art history of Goethe-university in Frankfurt/ Main. The scientific explanation with the photographic image in multimedial Oeuvres of us-american art also with contexts of many-sided artistic strategies (methods) in and after postmodernism describes a conclusion with a passage/part of my artistic production. 

 

 

 

Anfänge. Abstraktion und Mimesis

Meine künstlerische Auseinandersetzung begann in und mit der Abstraktion. Ich beschäftigte mich, angeregt durch die von mir mitbegründete Künstlergruppe … und Richard ging nach Hause, zunächst mit Dadaismus und Surrealismus – wobei mir die Dada-isten eindeutig sympathischer waren. Damit blieb ich der an der Figuration angelehnten Abstraktion verbunden, wechselte jedoch häufig in die reine Abstraktion. Der zeichnerisch-malerische Ausdruck einer inneren, emotional-mentalen Dynamik führte mich anschließend zur Figuration.* 

 

Diese Selbstbefragung (Abstraktion) der Medien fand parallel zur eigenen Selbstbefragung statt, sodass die Entwicklung wie selbstverständlich zur Fotografie führte, gilt doch gerade die Fotografie als Agentin der Krise – der Repräsentation (R.E. Krauss). So erleichterten moderne Medien wie (zusätzlich) Film und Video den Weg zu Figuration und Mimesis. Mir geriet die Kamera zur ständigen Begleiterin meiner Streifzüge durch die (Stadt-)Landschaften. Ob Inszenierung oder Dokumentation, das fotografische Medium wird dabei in all seinen ihm zugeschriebenen Kategorien von mir benutzt. Schließlich wird auch die Inszenierung, die Fiktion, vom Medium dokumentiert und verifiziert die von Bernd Stiegler definierte Faktizität des So-ist-es-gewesen.

           

Sabine Ullrich                                                                                

im Januar 2019

 

 

Bei einem Besuch der in den 1980er-Jahren noch in den Privaträumen Ottomar Domnicks zu besichtigenden Kunstsammlung des Nürtinger Psychiaters, Filmers und Kunstsammlers gewann ich nicht allein einen umfassenden Überblick über die deutsche Abstraktion nach 1950. Mir wurde zudem, nicht unbedingt erstmals, dafür jedoch umso eindringlicher die Relevanz genderorien-tierter Kunstforschung vor Augen geführt: Maßgeblich an der Entstehung der Domnickschen Filme war seine für den Schnitt ver-antwortliche Frau Greta.    

 

 

zurück zur Übersicht

 
 
 
 
Druckversion Druckversion | Sitemap
© Sabine Ullrich Kunst